- -27,00 €
- Neu
Zehn stille Klärungen der Wahrnehmung
Es gibt Dinge, die wir nicht sehen – nicht, weil sie verborgen sind, sondern weil etwas davor liegt. Ein feiner Schleier über der Wahrnehmung, der uns glauben lässt, wir sähen klar, während er uns leise lenkt. Wir trauen einer Autorität mehr als dem eigenen Gefühl. Wir halten am Vertrauten fest, obwohl es uns längst nicht mehr trägt. Wir sehen nur das, was wir ohnehin schon glauben.
Diese Schleier sind nicht Schwäche. Sie sind zutiefst menschlich, und jeder von uns trägt sie. Sie zu kennen, heißt nicht, sie loszuwerden – aber es heißt, ihnen nicht mehr blind zu folgen. Und genau das schenkt eine stille, neue Sicherheit, gerade in bewegten Zeiten.
Woher die Schleier kommen
Vor allen zehn Schleiern steht eine einzige, schlichte Erfahrung: das Unbehagen, wenn etwas in uns nicht zusammenpasst. Wir spüren es im Körper, bevor der Kopf es benennt – eine Enge, eine Gereiztheit, ein leises „irgendetwas stimmt nicht". Statt dieses Gefühl auszuhalten, greifen wir blitzschnell nach einem Schleier, der die Spannung löst. Wie Äsops Fuchs, der nicht an die Trauben kommt und sie kurzerhand für sauer erklärt: Die Trauben haben sich nicht verändert – nur sein Sehen hat sich gedreht.
Darum beginnt diese Arbeit nicht beim Denken, sondern beim Spüren.
Die zehn Schleier
Der Schleier des Nichthandelns – lieber geschehen lassen, als selbst eingreifen
Der Schleier der Autorität – fremdem Urteil mehr trauen als dem eigenen
Der Schleier der vollkommenen Sicherheit – die Sehnsucht nach dem „ganz und gar risikofrei"
Der Schleier des Naheliegenden – was uns leicht einfällt, halten wir für wahr
Der Schleier des Vertrauten – am Bekannten festhalten, auch wenn es uns nicht mehr trägt
Der Schleier des Schweren – das Negative wiegt mehr als das Schöne
Der Schleier des „Es wird schon" – die guten Ausgänge überschätzen, die Risiken übersehen
Der Schleier der Spiegelung – annehmen, andere fühlten und dächten wie wir
Der Schleier der Bestätigung – nur sehen, was wir ohnehin schon glauben
Der Schleier der Selbstüberschätzung – im ruhigen Moment unsere Standhaftigkeit überschätzen
Wie wir arbeiten
Zu zweit, live und in Ruhe – online über Zoom, zwei Termine zu je 60 Minuten. Kein Vortrag, keine Theorie zum Mitschreiben, sondern ein gemeinsames Hinschauen an deinem eigenen Leben.
Im ersten Termin suchen wir nicht nach Fehlern, sondern nach Stellen, an denen es sich eng anfühlt. Wir benennen das Unbehagen, ohne es sofort lösen zu wollen. Dabei treten meist zwei, drei Schleier von selbst hervor. Im zweiten Termin nehmen wir genau diese in die Hand und heben sie sanft an – nicht alle zehn, nur die, die bei dir lebendig sind. Zwischen den beiden Terminen liegen ein bis zwei Wochen, damit das Gesehene sacken kann.
Für wen es ist
Für Menschen, die spüren, dass sie an manchen Stellen ihres Lebens nicht klar sehen – und die bereit sind, ehrlich und ohne Selbstvorwurf hinzuschauen. Diese Arbeit biete ich nur einigen wenigen an, mit denen ich besonders gern arbeite.
Wie es danach ist
Am Ende steht kein neues Wissen, sondern ein Unterschied im Spüren: Dieselbe Situation – aber der Druck, sofort nach dem alten Muster zu greifen, ist leiser geworden. Ein klarerer, ruhigerer Blick. Eine stille Stärke, die aus dem Sehen kommt.
Hinter den Schleiern · 1:1, zwei Termine zu je 60 Minuten.
Wenn dich das anspricht, leg das Thema in den Warenkorb — und wir vereinbaren deine beiden Termine.