Viele Menschen sind angespannt, ohne es noch zu merken – die Schultern hoch, der Kiefer fest, der Atem flach.
Anspannung ist zunächst sinnvoll: Sie macht handlungsbereit. Problematisch wird sie, wenn sie bleibt. Dein Körper kann lernen, wieder loszulassen.
Warum sich Anspannung festsetzt
Bei Stress spannt der Körper Muskeln an, um bereit zu sein. Klingt der Stress nicht ab – oder folgt gleich der nächste –, bleibt die Spannung. Mit der Zeit wird sie zum Normalzustand, den wir kaum noch spüren.
Diese Dauerspannung kostet Kraft, stört Schlaf und Verdauung und hält das Nervensystem in Alarm. Der Körper hat verlernt, dass er auch wieder loslassen darf.
Zeichen chronischer Anspannung
Sie zeigt sich oft körperlich, bevor wir sie bemerken:
- Hochgezogene, harte Schultern
- Zusammengebissener Kiefer
- Flacher, hoher Atem
- Innere Unruhe, nicht abschalten können
- Kopf- oder Rückenschmerzen
- Schlaf ohne echte Entspannung
Wie der Körper wieder loslässt
- Erst anspannen, dann lösen.Bewusst eine Muskelgruppe fest anspannen und dann loslassen – so findet der Körper den Weg in die Entspannung zurück.
- Länger ausatmen.Ein langes Ausatmen signalisiert Sicherheit. Die Spannung darf mit dem Atem abfließen.
- Wärme und Bewegung.Warme Bäder, Dehnen, Schütteln, Gehen: Bewegung löst, was festgehalten wird.
- Regelmäßig kurz innehalten.Mehrmals täglich prüfen: Wo halte ich gerade fest? Und bewusst lockerlassen.
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